| CRAFTA Cranio Facial Therapy Academy |
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Dozent: Prof. Dr. Harry von Piekartz
© Prof. Dr. Harry von Piekartz |
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Für Ärzte, Physiotherapeuten und Logopäden 4. Internationaler Crafta Kongress vom 11.09. - 13.09.2014 in Hamburg |
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CRAFTA Cranio Facial Therapy Academy

CRANIO FACIAL THERAPY ACADEMY
Was ist CRAFTA®?
Das praktische und klinische Interesse an der kraniomandibulären und -fazialen Region nahm bei Physio- und Manualtherapeuten, aber auch bei Logopäden und Zahnärzten in den letzten Jahren stark zu. Außerdem ist eine gesunde und positive Entwicklung in dem Wunsch nach intra- und interdisziplinärer Zusammenarbeit zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund entstand CRAFTA® (Cranial Facial Therapy Academy). Die Akademie wurde von Harry von Piekartz zusammen mit anderen Initiatoren verschiedener Disziplinen gegründet.
Ziele der CRAFTA®
- Systematisieren der internationalen Aus- und Weiterbildung in Beurteilung, Behandlung und Management von Patienten mit kraniomandibulären und -fazialen Dysfunktionen und Schmerzen, so weit wie möglich auf der Grundlage von Evidence based Practice.
- Internationales Angebot gleicher Kurse, in denen auch Vertreter anderer Fachdisziplinen (z. B. Zahnärzte, Orthopäden) einen Beitrag leisten.
- Qualitätssicherung in Ausbildung und Anwendung der kraniofazialen Therapie.
- Fördern interdisziplinärer Arbeit und Kooperation mit Zahnärzten, Orthopäden, HNO-Ärzten und Neurochirurgen, die mit dieser Patientengruppe arbeiten.
- Definieren eines Qualitätsstandards hauptsächlich für Physiotherapeuten, Manualtherapeuten und andere interessierte paramedizinische Disziplinen.
- Stimulieren und Initiieren von Forschung in Bezug auf die kraniofaziale Therapie: Unterstützen von wissenschaftlichen Untersuchungen oder Organisationen mit dem Schwerpunkt auf Physio- bzw. Manualtherapie.
- Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktpflege mit anderen Berufsverbänden. Das momentan wichtigste Ziel ist die Fortbildung von Physio- und Manualtherapeuten mit folgenden Inhalten:
- Spezialisierte Assessments (Beurteilungen) von Patienten mit Kopf-, Nacken- und Gesichtsschmerzen
- Selbstständige Datenanalyse der Befunde und deren Interpretation aufgrund bekannter Clinical-Reasoning-Strategien
- Erstellen von Behandlungs- und Managementplänen auf lange Sicht, die auf einer optimalen Evidence based Practice (EBP) basieren
- Spezialisierte Kommunikationsfertigkeiten, die sowohl die Therapie als auch die Konsensfindung mit anderen Disziplinen unterstützen


Kraniomandibuläre Dysfunktion und ihre funktionellen Beziehungen Schmerzmechanismen der relevanten Strukturen an der kraniomandibulären Region, die Funktion des Kiefergelenks und deren neurophysiologische, biomechanische und funktionelle Beziehungen zur HWS, dem Kranium und dem Nervensystem werden hier primär behandelt. Die subjektive Befunderhebung, Untersuchungs- und Behandlungstechniken am Kiefergelenk und ein Update neurobiologischer und anatomischer Kenntnisse über die Funktion des Kiefergelenks stehen im Vordergrund des Seminares. Ein zahnmedizinischer Vortrag über Schienentherapie und die Vorstellung von Syndromen wie Bruxismus, Pressen, (zervikale) Kopfschmerzen, Neuralgien, und das otomandibuläre Syndrom runden das in Theorie und Praxis ausgewogene Seminar ab.
Theorie:
- funktionelle (Neuro)Anatomie
- Pathologien
- Differentialdiagnosen
Praxis:
- Palpation der Referenzpunkte
- physikalische Untersuchung
- Behandlungstechniken
- Behandlungsaufbau, allgemein und in Bezug auf Syndrome
- Patientenvorstellung mit einer Verlaufskontrolle
Kraniofaziale Dysfunktion und ihre funktionellen Beziehungen
Die Funktion des Kraniums und Kenntnisse über die Adaptation und Bewegungsmuster des Kraniums (Kraniodynamik) auf Evidenz basierenden Kenntnissen stehen im Vordergrund dieses Seminares. Die Einteilung von Schmerzmechanismen, Untersuchungs- und Behandlungstechniken am Calvarium sowie ein Update neurobiologischer und anatomischer Kenntnisse über die Funktion des Kraniums geben einen umfassenden Überblick über die kranialen Strukturen. Neurodynamische Teste von kranialen Nerven und die Vorstellung von unten beschriebenen Syndromen runden diesen ausführlichen Kurs ab.
Theorie:
- kraniale Dynamik
- funktionelle Anatomie von Neurokranium und fazialem Skelett
- klinische Muster der Kranial-Region und die Schmerzmechanismen
Praxis:
- Palpation des Kraniums und fazialen Skeletts
- physikalische Untersuchung des kraniofazialen Komplexes
- Behandlung von Syndromen: u. a. Tinnitus, zervikale Kopfschmerzen, Neuralgien, kraniomandibuläre Dysfunktionen, Pseudosinusitis, nicht-entzündlicher Ohrenschmerz, posttraumatische Schädeldysfunktionen und Schmerzen, kraniofazialen cervicale Skoliosen, das KISS-Syndrom und sensomotorische Retardierung bei Kindern
Das kraniale Nervensystem. Untersuchung, Behandlung und Management
In diesem Teil geht es darum, klinische Muster kranialer Nervendysfunktionen und Neuropathien zu erkennen. Konduktions- (Tests der Leitfähigkeit) und neurodynamische Tests aller kranialen Nerven wie auch Nervenpalpationen werden hier vorgestellt. Mobilisation, Fazilitation und Massage der extrakranialen Nerven werden in den praktischen Anteilen behandelt.
Theorie:
- physikalische Dysfunktion des Nervensystems
- funktionelle Neuroanatomie und Neurodynamik der kranialen Nerven
- periphere neuropathische Schmerzmechanismen und kraniale Nerven
- Differentialdiagnose
- klinische Schlußfolgerung in Bezug auf kraniale Nerven
Praxis:
- Konduktionstests (Leitfähigkeit)
- Untersuchung und Behandlung durch Palpationstechniken
- neurodynamische Tests der kranialen Nerven
- Behandlungsprinzipien
- Behandlung von Syndromen, u. a. vasomotorischer Kopfschmerz, kraniale Neuropathie, atypischer Fazialisschmerz, Trigeminusneuralgie, Fazialisparesen, Augendysfunktion, Sprach- und Schluckstörungen, Tinnitus
- Patientenvorstellung
Kopfschmerzen bei Kindern
Kopfschmerzen sind ein zunehmendes Problem bei Kindern und Heranwachsenden aber viele Fragen über die Ätiologie und das Management von kindlichem Kopfschmerz bleiben unbeantwortet. Kann aus Sicht der Physiotherapie ein positiver Beitrag für diese Patientengruppe geliefert werden? An Hand von Evidence Based Practice (EBP) wird der Standort der Physiotherapie bestimmt und mittels klinischer Beispiele aus dem biopsychosozialen Modell werden die Möglichkeiten der Physiotherapie diskutiert.
Themen
- Kopfschmerzen bei Kindern. Die Natur der Problems.
- Das Wachstum als möglicher beitragender Faktor für Dysfunktionen des neuromuskuloskelettalen Systems
- Wiederkehrende (Recurrent) Kopfschmerzen: Ursachen, auslösende und beitragende Faktoren
- Kraniozervikogene Dysfunktionen bei Kindern
- Messung von Kopfschmerzen bei Kindern. Ein praktisches Konzept
- Physikalische Untersuchung von u. a. kraniofazialen Regionen und kranialer Neurodynamik.
- Management von immer wiederkehrenden Kopfschmerzen bei Kindern
- physio- und manualtherapeutische Maßnahmen
- Programme zur Beeinflussung von Koginition und Verhalten bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen
Klinisches Management von kraniomandibulären Dysfunktionen und Schmerzen
Fünftägiger praxisorientierter Kurs mit dem Ziel Hypothesen zu bilden, die getroffenen Entscheidungen zu reflektieren und ein effizientes Management von meist komplizierten kraniomandibulären und kraniofazialen Problemen selbstständig zu gewährleisten. Es sind mindestens 8 Stunden Befund und Management am Patienten mit der Erstellung eines physiotherapeutischen Behandlungsprotokolls durch den Kursteilnehmer vorgesehen.
Untersuchung und Behandlung von
- Kindern mit Ohrenschmerzen, kraniomandibulären Dysfunktionen (praktische Aktualisierung)
- Säuglingen, Kindern mit Kopfschmerzen (Aktualisierung), die Rehabilitation von Fazialisparesen
- Schluckstörungen
- Augendysfunktionen und Schmerzen
- Klinimetrie in dem kraniofazialen Bereich
- Patientenvorstellung mit Verlaufskontrolle
Die kraniozervikogene Region als ein Teil der Kette
Dieses Modul ist überwiegend praxisorientert.
- Allgemeine Übersicht über die aktuelle Klassifizierung von Kopfschmerzen sowie Anatomie und Biomechanik der kraniozervikalen Region
- An Hand von Fallstudien werden verschiedene klinische Muster besprochen u. a. Migräne, Spannungs- und zervikogener Kopfschmerz, zervikale Instabilität
- Verschiedene Differenzierungstests für die kraniozervikale Region vs. kraniomandibuläre, kraniofaziale, kranioneurale Region
- Ausführliche theoretische und praktische Abhandlung von Behandlungs- und Managementstrategien
- Patientenvorstellung
Praxiskurs zur Vertiefung der Einführungs- und Aufbaukurse und Vorbereitung auf die Zertifikatsprüfung
Kurse mit spezialisierten Fachdozenten zur Vertiefung und Auffrischung während der Ausbildung erworbener Fähigkeiten und Kenntnisse
Kontaktadresse:
CRAFTA®
Wandalenweg 14–20
D-20097 Hamburg
Tel. + 49-40-73 59 50 60
www.crafta.de
Hintergrundinformationen
Aktuelles
Forum
Material
Bücher
CRAFTA® Vertiefungstage
3 Tage
Dieser Kurs soll die Inhalte aus den einzelnen CRAFTA® Modulen wiederholen und aktualisieren. Dabei steht das praktische Üben im Vordergrund dieser Tage.
Neue Inhalte werden ergänzt und in Bezug zum Konzept gebracht.
Zusätzlich wird trainiert die Inhalte aus den verschiedenen Modulen zu verknüpfen und in die Praxis zu transferieren.
Der Fokus liegt auf dem klinischen Management und der praktischen Umsetzung.
Themen:
• wichtige Untersuchungs- und Behandlungstechniken für die Craniomandibuläre, Craniofaziale Cranioneurale und die Craniocervikale Region werden wiederholt.
• Differentialdiagnosen und Differentierungstests
• Triggerpunkte und ihre Ausstrahlungsgebiete
• Palpation der wichtigsten Strukturen der Craniomandibulären Region incl. Painmap
• Anatomische Orientierung und Palpation des Kraniums und der Facialen Region.
• Behandlungstechniken und Management bei craniofacialen Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen.
• Konduktionstests
• Untersuchungs- und Behandlungstechniken incl. Palpation relevanter Hirnnerven.
• Neurodynamische Tests
• klinische Vorgehensweise, Behandlungsprinzipien und Behandlungsaufbau wird anhand von Beispielen erlernt.

Facial Expressions: Gesichtsexpressionen und -Lateralität
Beurteilen, Evaluieren und Rehabilitieren
Dieser 3-tägige Kurs verdeutlicht die Funktionen der wichtigsten Basisemotionen und der Links/Rechts Gesichtserkennung unseres täglichen Alltages. Folgen einer Dysfunktion werden durch deutliche Beispiele und externe Evidenz erläutert. Es werden verschiedene Testverfahren vorgestellt und geschult. Systematisches Gesichtsemotions- und Lateralitätstraining werden durch das EMORECO Programm sowie weiterer Face-Mirroring Software vorgestellt und anhand verschiedener Patientenbeispiele erklärt.
Patientenzielgruppen sind unter anderem chronische Schmerzpatienten, neurologische Patienten sowie weitere Krankheitsbilder wie Fazialisparesen, Parkinson, Sprechstörungen oder Alexithymia (Probleme im Erkennen und Ausdrücken von Emotionen).
Zielgruppe: Physio-Ergotherapeuten/ Logopäden und Psychologen
Die Teilnehmer können Test- und Therapieinstrumente zu bevorzugten Konditionen erwerben!


