Cranio-Sacrale Osteopathie

 

Zu den Terminen ...

 

Dozenten: Jürgen Lambrecht

Heribert Lang

 

© Heribert Lang

   

Für Ärzte und Physiotherapeuten


Literatur:


T. Liem
Praxis der Kraniosakralen Osteopathie
2., überarbeitete Auflage 2003, 625 S.
499 Abb., 25 Tab., kt.,
€ [D]: ca. 50,–
ISBN 3-8304-5221-7

 

Cranio-Sacrale Osteopathie

 

Als eine der großen Richtungen in der komplementären Medizin bekommt die Osteopathie einen immer festeren Platz in der Gesundheitsfürsorge. Die Grundidee, den Körper und seine Funktionen aus mechanischer Sicht zu betrachten und zu behandeln, hat zu vielen erstaunlichen Folgen und Erfolgen geführt.
Die Osteopathie betrachtet den menschlichen Körper als Einheit. Unter normalen Umständen befinden sich dabei alle Funktionskreisläufe des Organismus im Gleichgewicht.
Diese Funktionskreisläufe sind z. B. das An- und Entspannen der Muskulatur, die Bewegungsfreiheit der Gelenke, der Schlaf- und Wachrhythmus, das lymphatische System, der Blutkreislauf, die Aufnahme und die Verdauung von Nahrung in Abhängigkeit ihrer Steuerungselemente, den Nerven und das Hormonsystem.
Bei Störungen dieses Gleichgewichts wird der Körper versuchen sich selbst zu heilen und seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Die Grundlage für diesen Vorgang ist Bewegung.
Bewegung beginnt hier im Sinne eines Stoffwechsels über die Zellmembranen als kleinste Funktionseinheiten, des Weiteren als Bewegung der Organsysteme, der Blutgefäße und auch der Schädelknochen mit den duralen Membranen.



Die Struktur bestimmt die Funktion!


Dies ist eine der wichtigsten Grundlagen des Lebens und der osteopathischen Philosophie von Dr. A.T.Still.  Durch das von seinem Schüler Dr. Sutherland entwickelte craniosacrale Konzept wird mit Hilfe von Kenntnissen in Anatomie, Physiologie sowie im Bereich der praktischen Arbeit durch den Aufbau der Sensibilität für die spezifischen Palpationen, Tests und Normalisierungen die Fähigkeit erarbeitet, Funktionsstörungen und Bewegungseinschränkungen im cranio-spino-sakralen System zu erkennen und zu behandeln. Dies gibt dem menschlichen Körper die Grundlage, selbstregulierend sein individuelles Funktionsgleichgewicht wieder zu finden.
Wir bieten diese Kursreihe in craniosakrale Osteopathie sowohl als Einstieg in die osteopathische Denkweise und dem daraus entstehenden Therapieansatz, als auch als eine eigenständige Fortbildung an. Das Fundament bildet die Osteopathie von Andrew Taylor Still und in dessen Folge die Arbeiten von Dr. W.G.Sutherland.

Literatur:
1. Liem: Kraniosakrale Osteopathie  Hippokrates Verlag
2. Liem: Praxis der kraniosakralen Therapie   Hippokrates Verlag
3. Blechschmidt: Wie beginnt menschliches Leben     Christiana Verlag
4. Speece/Crow/Simmons: Osteopathische Körpertechniken n. Sutherland  Hippokrates
5. Prometheus Atlas der Anatomie     Thieme Verlag


Kursinhalte:

Teil 1:

Im ersten 4-tägigen Grundkurs werden die Grundlagen der Schädelknochenanatomie sowie deren Bewegungen als Voraussetzung des Ertastens des craniosacralen Rhythmus vermittelt. Kernpunkt ist die Entwicklung der Sensibilität für die Bewegung als auch deren Abweichungen und Einschränkungen. Die zentrale Gelenkebene des Systems, die Synchondrosis sphenobasilaris, und die Haltesysteme im craniospinosacralen Umfeld, die so genannten reziproken Spannungsmembranen, werden spezifisch erklärt und in die Behandlung eingefügt.

Teil 2:

Im zweiten Grundkurs geht es um eine Erweiterung der Sensibilität. Eine neue Handanlage ermöglicht hierbei neue Bewegungsanalysen. Ergänzend kommen jetzt das Flüssigkeitssystem (Liquor cerebro-spinalis) und das Sacrum dazu. Auch hier steht die Praxis im Vordergrund und die Kursteilnehmer lernen auf allen vier speziellen Ebenen den Rhythmus wahrzunehmen und gegebenenfalls zu beeinflussen. Gezeigt wird zudem die Arbeit mit zwei Therapeuten an einem Patienten, was die Möglichkeiten des Behandelns um eine interessante Variante erweitert.

Teil 3:
 
Ging es in den beiden ersten Grundkursen hauptsächlich um die Vermittlung der Behandlung des Neurocraniums, so werden im dritten Kursabschnitt die erworbenen Kenntnisse erweitert um die Verbindung zum Viscerocranium über das Os Sphenoidale sowie zum Körper über das Os Occipitale. Eine neue Schädelannäherung zum Viscerocranium integriert die Funktionen des Sehens und Riechens in die Behandlung. Zudem werden die verschiedenen Diaphragmen vorgestellt und in ein fasciales Verbindungssystem zum Os Occipitale eingegliedert.
Theorie und Praxis bleiben im bewährten Verhältnis, das heißt nur praxisrelevante Theorie der Anatomie, Embryologie und Physiologie kommt zum Tragen, so dass die Kursteilnehmer ihre Sensibilität weiter schulen und ausrichten können.


Team:


Jürgen Lambrecht


Physiotherapeut (Göttingen 1982)
Osteopath (Hamburg 1994)




Heribert Lang


Physiotherapeut (München 1983)
Osteopath (Hamburg 1994)
Arbeitsschwerpunkte:
- Leitung „Haus der Physiotherapie“ Visselhövede (Lüneburger Heide)
- Osteopathische Privatpraxis
- Dozententätigkeit Kursreihe craniosakrale Osteopathie in Hamburg und Wien
- Mitglied ZIPT (Zukunftsinitiative Physiotherapie)

 

Zu den Terminen ...