| Lokale Stabilität der Gelenke |
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© Chris Hamilton
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Für Physiotherapeuten Literatur: Kursskript mit praktischen Anweisungen und Bildern Diese Seminare sind anerkannte Rückenschul-Refresher-Seminare. |
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Lokale Stabilität der Gelenke
Spezifische Tests und Übungen mit Biofeedback
Kursbeschreibung:
Muskelkontrolle ist Schmerzkontrolle. Die Lokale Stabilität gehört zu den wenigen wissenschaftlich belegten Behandlungsmethoden zur Rezidivprophylaxe der Wirbelsäulebeschwerden (s. Hamilton Man Therapie 1/1s. 17, 1997). Das inzwischen bekannte Konzept ist nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand überarbeitet und praktisch umgesetzt. Auf der biomechanischen und neurophysiologischen Basis der Wirbelsäulenstabilität werden klinische Untersuchungs- und Behandlungstechniken der tiefen lokalen Muskeln für LWS, HWS und ISG präsentiert, beigebracht und geübt. Die lokalen Muskelfunktionsuntersuchungen und Behandlungen finden zunehmende Bedeutung in der Behandlung von muskuloskeletaler Beschwerden in den Extremitäten (Knie, Hüfte und Schulter).
Evidenz basierte Medizin ist das Stichwort der Zukunft in der Physiotherapie. Für die lokale Gelenkstabilität gibt es inzwischen mehrfach unabhängige wissenschaftliche randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), die einen soliden Beweis für die Effektivität der lokalen Übungsprogramme bei neuralen und musculoskeletalen Beschwerden liefern (z.B. rezidiven Kreuz- , Post-Partum- und Knie-, Kopfschmerzen und Schleudertrauma). Neuere Studien bestätigen die Rehabilitation des lokalen Muskelsystems als wichtigen Baustein in dem multimodalen Therapiemodell für chronische Schmerzen.
Warum Biofeedback? Zur Beurteilung der Funktion schwer zugänglicher lokaler Muskeln wie M. Tranversus Abd. und Beckenboden werden Palpation, Druckmanschetten, Ultraschall, EMG und ein Laserpointer eingesetzt. Das EMG, zum Beispiel, meldet exzessive globale Aktivität in Muskeln wie oberer Trapezius oder Oblquis Ext. Der Laserpointer ist eine kostengünstige Art um das Gleichgewicht, Beinachse und Kinästhesie zu messen und trainieren. Ultraschall und EMG Biofeedback sind für Therapeuten und Patienten Methoden, die leicht umsetzbar sind. Alle Formen des Biofeedbacks sichern die Behandlungsqualität und fordern mehr Selbstsicherheit, beschleunigen den motorischen Lernprozess, verbessern die Wahrnehmung und motivieren Physiotherapeut und Patient. Auch wer bis jetzt noch keinen Zugang zu solchen Geräten hat, kann diese Erfahrungen im Kurs mit Biofeedback gut in die tägliche Praxis übertragen.
Aus der Zusammenarbeit mit dem bekannten australischen Forschungsteam Joint Stability Research Unit vermittelt die Referentin umfangreiches Wissen und viele praktische insider tips zu diesen anspruchsvollen und effektiven Behandlungsmethoden bei chronischen Wirbelsäulenbeschwerden.
TEIL 1: Grundkurs mit LWS und ISG
2,5 Tage; Tag 1: 14.00-19:00; Tag 2: 9.00-18.00; Tag 3: 9.00-18.00 26UE
Physiotherapeuten ohne Vorkenntnisse
TEIL 2: HWS und Scapula
2 Tage; Tag 1: 9.00-18.00; Tag 2: 9.00-16.00 18 UE
Physiotherapeuten mit Vorkenntnissen von TEIL 1
TEIL 3: Update und Extremitäten
Hüfte, Knie, Fuß und Schulter (ab 2011 geplant)
2 Tage; Tag 1: 9.00-18.00; Tag 2 : 9.00-16.00 18 UE
Physiotherapeuten mit Vorkenntnissen von TEIL 1 und 2
Kursgröße: max. 18 Teilnehmer
Beschreibung Kursinhalt:
TEIL 1: Grundkurs mit LWS und ISG
2,5 Tage; Tag 1: 14.00-19:00; Tag 2: 9.00-18.00; Tag 3: 9.00-18.00 26UE Physiotherapeuten ohne Vorkenntnisse
Grundlage zur Stabilität der Wirbelsäule: lokale und globale Systeme
- Motorische Dysfunktion der tiefen lokalen Muskeln bei Rückenschmerzen
- Klinische und wissenschaftliche Tests der Dysfunktion der tiefen LWS Muskeln
- Rolle der Bauchhohlraummuskeln, M. transversus abdominis M. multifidus Beckenboden, Diaphragma bei lumbopelvischer und ISG Stabilität
- Rolle der Kinästhesie (Wahrnehmung) bei Kreuzbeschwerden
- Rolle des lokale Systems bei Multimorbidität: Kreuzschmerzen, Inkontinenz, respirativen Krankheiten, Obstipation und Gleichgewichtsstörungen
- klinische Methoden der Rehabilitation M. multifidus, M. transversus abdominis Beckenboden, Diaphragma und Mm. Gluteus
- Ultraschall (US), Elektromyographie (EMG), Druckmanschette und Laserfeedback beim Befund und Behandlung der Muskulatur der LWS und ISG.
- Behandlungsaufbau: Eingliederung des lokalen Systems in das globale Muskelsystem und die Schmerztherapie
Literatur:- Hamilton, C. (1997a). “Segmentale Stabilisation der LWS.” Krankengymnastik 4: 614-622.
- Hamilton, C. F. and C. A. Richardson (1997). “Neue Perspektiven zu Wirbelsaueleninstabiliaeten und lumbalen Kreuzschmerz: Funktion und Dysfunktion der tiefen Rückenmuskeln.” Manuelle Therapie 1(1): 17-24.
- Hamilton, C.F., Das Muskelbuch,, K.P. Valerius, Editor. 2009, Hippokrates. p. 14-20.
- Hamilton, C. F. and C. A. Richardson (1999). Stabilität eine vielfältige Aufgabe. Funktionelle Bewegungslehre. S. Klein-Vogelbach, B. Werbeck and I. Spirgi-Gantert, Springer: 297-340.
- Hides, J. A., C. A. Richardson, et al. (1997). “Lokale Gelenkstabilisation: Spezifische Befunderhebung und Übungen bei lumbalen Rückenschmerz.” Manuelle Therapie 3.
- Hides, J. A., C. A. Richardson, et al. (1998).”Use of real-time ultrasound imaging for feedback in rehabilitation.” Manual Therapy 3(3): 125-131.
- Richardson, C., G. A. Jull, et al. (2004). Therapeutic exercise for spinal stabilization in low back pain: scientific basisand clinical approach. London, Churchill Livingstone. ISBN 0443072930 (Ist Übersetzt Pub Juni 2009)
TEIL 2: HWS und Scapula
2 Tage; Tag 1: 9.00-18.00; Tag 2: 9.00-16.00 18 UE
Physiotherapeuten mit Vorkenntnissen von TEIL 1
- Stabilisierende Funktion der tiefen HWS-Muskeln
- Dysfunktion der tiefen lokalen Muskeln bei Nackenbeschwerden, Schwindel und Kopfschmerzen
- Befund und Behandlung der Dysfunktion der lokalen Muskeln der HWS: Longus colli und Multifidus)
- Rolle des lokale Systems bei Multimorbidität: Nackenschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden,gf Dysphonie und Gleichgewichtsstörungen
- Indikationen, Befund und Behandlung der Kinästhesie (Gelenkstellungssinn), ocularmotorischen Kontrolle (Blickbewegungskontrolle) und Gleichgewicht bei HWS-Beschwerden
- Rolle der Scapulamuskeln bei Nackenbeschwerden
- Druckmanschette, Elektromyographie (EMG), Laserpointer-Feedback in der Behandlung der HWS
- Beweise für die Wirksamkeit der Rehabilitation der HWS
- Behandlungsaufbau: Eingliederung des lokalen Systems in das globale Muskelsystem und die Schmerztherapie
Literatur:
- Hamilton, C Physiotherapie bei Schleudertrauma. Physiopraxis CPTE 11:4 3-15, 2006
- Jull, G., M. Sterling, et al. (2008). Whiplash, Headache and Neck Pain. Sydney, Elsevier.
- Jull, G Barrett, C Magee, R (1999) Further clinical clarification of the muscle dysfunction in cervical headache Cephalgia 19 (3) 179-185
- Jull, G., et al., A randomized controlled trial of exercise and manipulative therapy for cervicogenic headache. Spine, 2002. 27(17): p. 1835-43
- Sterling, M. (2004). “A proposed new classification system for whiplash associated disorders-implications for assessment and management.” Man Ther 9(2): 60-70.
TEIL 3: Update und Extremitäten
Hüfte, Knie, Fuß und Schulter (ab 2011 geplant)
Kursleitung:
Christine F. Hamilton B. Phty (Mitglied der Joint Stability Research Unit, University of Queensland)

