| Psychomotorik |
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Dozenten: Juliane Neu, Claudia Schwarzlmüller, Nadia Bouachba Halmosi u. a.
© Juliane Neu |
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Für alle medizinischen Berufsgruppen
Die Kursthemen sind frei wählbar. |
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Psychomotorik - NEUes Konzept
In unserer Gesellschaft werden wir immer mehr mit Kindern konfrontiert, die Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Kinder, die in Kindergarten und Schule auffällig werden, sich nicht in Gruppen integrieren und aufgrund von Aufmerksamkeitsdefiziten „auf der Strecke bleiben“. Rund 10 bis 20 % aller normalintelligenten, auf ihre Umgebung nicht behindert wirkenden Kinder leiden unter Defizitsyndromen, Sie bringen nicht die ihrer Intelligenz angemessene Leistung. Kinder, die Probleme haben, machen Probleme.
In unserer Gesellschaft werden Begriffe; wie ADS, ADHS, Konzentrationsstörungen usw. zunehmend in Schule und Kindergärten sehr undifferenziert verwendet. Die Konzeption der Psychomotorik stellt ein umfassendes Konzept in Theorie und Praxis dar. Hier werden Ursachen, Begriffe, Auffälligkeiten und Störungsbilder von Kindern und Jugendlichen differenziert geklärt und begründet. Das Konzept basiert auf Forschungsergebnissen aus der Neuropsychologie, der Kognitiven- und Sozialpsychologie. Die Psychomotorik versteht sich als ein Bindeglied zwischen Therapie und Pädagogik, deshalb findet sie ihren Einsatz in Kitas, Schulen und Therapieeinrichtungen. Dieses tragfähige Konzept ist wichtig für Therapeuten und Pädagogen, die mit Kindern und Jugendlichen in Einzeltherapie und in Gruppen arbeiten. In der Fortbildungsreihe werden sowohl, praktische Kenntnisse vermittelt, sowie Videoanalysen und schriftliche Behandlungsplanungen (Paper) vorgenommen.
Folgende klinische Zustände kommen für die PM in Frage:
• Teilleistungsschwächen / Teilleistungsstörungen
• Erlebnisbedingte Störungen (Psychische Traumata)
• Verhaltensauffälligkeiten (ADS /ADHS)
• Systemerkrankungen
• Körperliche Behinderungen
• Autistische Entwicklungen
• Wahrnehmungsstörungen
• Traumatische Erlebnisse
Die Kursthemen sind frei wählbar.
Grundkurs (40 Unterrichtseinheiten)
• Einführung in die Arbeit der Psychomotorik (Störungsbilder, Symptome und Behandlungsstrategien entwickeln)
• Lösungsvorschläge in Bewegung und Spiel entwickeln
• Entwicklungspsychologie
• Motivationspsychologie 1
• Elternberatung 1
• Individuelle Konzeptentwicklung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Wahrnehmungskurs (40 Unterrichtseinheiten)
• Definition von Wahrnehmungsstörungen
• Behandlungskonzepte
• Wahrnehmungspsychologie
• Elternberatung 2 und Traumatologie
Psychologische und Neuropsychologischen Grundlagen (30 Unterrichtseinheiten)
• Einführung in die Testtheorie
• Neuropsychologische Untersuchungen als Verbindung zwischen Denkprozessen und den Funktionen einzelner Hirnteile
• Die Neurobiologie des Lernens und Lerntheorien
• Einführung in die Verhaltenstherapie
• Kognitive Psychologie
Sinnvoller Umgang mit Materialien (30 Unterrichtseinheiten)
• In Spiel und Bewegung werden geeignete Materialien für die Therapie erlebt
• Verbindung von neuropsychologischer Theorie und praktischen Aufgaben wird hergestellt
• Methodik und Didaktik für Einzel- und Gruppenarbeit
• Motivationspsychologie 2
Musik und Bewegung (20 Unterrichtseinheiten)
• Therapeutischer Umgang mit elementaren musikalischen Mitteln
• Gezielter Einsatz von Musik in der Therapie
• Verse und Rhythmen als Training bei Teilleistungsstörungen (z.B. Lese- Rechtschreibstörung)
Kolloquium (10 Unterrichtseinheiten)
Videoanalysen und Hausarbeiten (Paper) 10 Unterrichtseinheiten (integriert in die Kurse)
Abschluss
Kolloquium 10 UE und Hausarbeiten 10 UE
Kurse sind in beliebiger Reihenfolge zu belegen.
Dozententeam
Juliane Neu
PT, Dipl. Musikpädagogin, MSc Psychologie
Claudia Schwarzlmüller
Dipl. Psychologin, Marte Meo
Nadja Bouachba
Ergotherapeutin
Ede Kuhnert
Physiotherapeut


