Untersuchung und Behandlung von Knieerkrankungen (McConnell) (Kursbeschreibung)
Untersuchung und Behandlung von Knieerkrankungen (McConnell Konzept)
Patellofemoraler Schmerz betrifft 25 % der Bevölkerung und ist nach Wirbelsäulenerkrankungen die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche. Seine komplexe Ätiologie ist eine echte Herausforderung für den Physiotherapeuten. Menschen mit patellofemoralem Syndrom zeigen ein Versagen im Gleichgewicht der Gewebestrukturen. Dieses Ungleichgewicht ist besonders zu Beginn der Kniebeugung kritisch, wenn die Kniescheibe beginnt, die Trochlea zu berühren. Jedes Ungleichgewicht der umgebenden Gewebestrukturen verhindert den korrekten Eintritt der Patella in die Trochlea und erzeugt eine Belastung der periartikulären Strukturen. Der Vastus medialis (VM) und insbesondere das schräge Bündel (VMO), verbunden mit anderen Faktoren wie der Position des Beins und / oder des Fußes, können eine der möglichen Ursachen für das patellofemorale Syndrom sein.
Am Ende dieses Kurses werden die Teilnehmenden
- Knie (femorotibiales Gelenk) und Patello Femoralis Gelenk untersuchen können
- Knie (femorotibiales Gelenk) und Patello Femoralis Gelenk Pathologien behandeln können
- die Abduktoren sowie die Außenrotatoren der Hüfte und den Quadrizeps, insbesondere den VMO, mittels EMG aktivieren
Inhalte
Die klinische Untersuchung ermöglicht es, durch Ermittlung der ursächlichen Faktoren, die die Symptome des Patienten verursachen, eine Diagnose zu stellen und so eine entsprechende Behandlung durchzuführen.
Der Physiotherapeut muss identifizieren: den schmerzenden Bereich, das "Schmerzverhalten" (welche Aktivitäten verschlimmern den Schmerz) und die Vorgeschichte des Schmerzbeginns. Diese Informationen geben Hinweise auf die beteiligten Strukturen und eine plausible Diagnose.
Der Physiotherapeut muss dann die Ausrichtung der unteren Extremität im Stehen (Haltungsanalyse) mit besonderem Fokus auf die Pronation oder Supination des Fußes, das Genu varum oder Valgum, die Überstreckung des Knies und die vordere oder hintere Neigung (anterior/posterior Tilt) des Beckens untersuchen.
Die dynamische Komponente der Untersuchung betrachtet nicht nur die mechanischen Auswirkungen auf die Bewegung der beobachteten statischen Störungen. Die dynamische Untersuchung ermöglicht es auch, die Symptome und Anzeichen des Patienten zu reproduzieren, um eine Beurteilung der Wirkung einer physiotherapeutischen Behandlung zu ermöglichen.
Der Physiotherapeut sollte die Position der Patella analysieren, die normalerweise in der Frontal- und Sagittalebene und in der Mitte der beiden Kondylen parallel zum Femur sein sollte. Die Position der Patella wird durch die Untersuchung von 4 diskreten Komponenten bestimmt: Gleiten, seitliche Neigung, anteroposteriore Neigung und Rotation. Diese Analyse wird statisch und dynamisch durchgeführt.
Das Ziel der Behandlung von patellofemoralen Problemen besteht darin, die Position der Patella zu optimieren und die Bewegungsmechanik der unteren Extremität zu verbessern. Dies wird erreicht, indem die hypodehnbaren lateralen Gewebestrukturen gedehnt und das Aktivierungsmuster von VMO verändert werden.
Für Physiotherapeut*innen

