Kursübersicht
Querschnittlähmung

 

Querschnittlähmung

Ein umfassendes physiotherapeutisches Behandlungskonzept für querschnittgelähmte Patienten

Ziel dieses Kurses ist die Vermittlung eines umfassenden physiotherapeutischen Behandlungskonzeptes querschnittgelähmter Patienten von der Akutphase über die Rehabilitation bis zur ambulanten Weiterbehandlung.

Kursbeschreibung:

Im Wochenendkurs erfährt der Kursteilnehmer die medizinischen Grundlagen, die Voraussetzung sind um das Krankheitsbild Querschnittlähmung in seiner Vielfältigkeit zu begreifen. Das Wissen über Ursachen und klinischer Diagnostik mit der anschließenden Klassifikation nach ASIA sind für die physiotherapeutische Behandlung notwendig.

Durch den Eintritt einer Querschnittlähmung wird der Körper in seiner Gesamtheit aus dem Gleichgewicht gebracht. Neben der gestörten Innervation der skelettalen Muskulatur und Oberflächensensibilität kommt es auch zur Funktionseinschränkung von Sympathikus/ Parasympathikus und der Tiefensensibilität. Die Pathophysiologie von Blase, Darm und Sexualitätsorganen bedingt eine starke Veränderung für den Querschnittgelähmten. Diese nicht gleich zu erkennenden Symptome sind für den Physiotherapeuten und seine Behandlung wichtig, um auch die aktuelle psychische Situation seines Patienten richtig einzuschätzen. Diese Komplexität des Krankheitsbildes wird im theoretischen Teil der Fortbildung und anhand von Handouts vermittelt.

 

Der Veranstaltungsort -das bundesweit größte Querschnittgelähmtenzentrum- ermöglicht, diese Fortbildung praxisnah zu gestalten.

 

Von den Dozenten werden Erstrehabilitationspatienten vorbehandelt. Anhand der Befunde werden aktuelle Ziele aufgestellt. In der Akutphase ist die Atemtherapie einer der Schwerpunkte. Es kommt bei einer Querschnittlähmung zur Veränderung der Atemmechanik, da je nach Lähmungshöhe unterschiedliche Atemmuskeln in ihrer Funktion eingeschränkt sind oder vollkommen ausfallen, die physiotherapeutische Maßnahmen erfordern.

In der Rehabilitationsphase erlernt der Patient seine Lähmungshöhe entsprechende größtmögliche Selbständigkeit. Transfers und Lagewechsel sind für den zukünftigen Alltag wichtige Ziele, um weitgehend von Hilfspersonen unabhängig zu sein. Diese funktionellen Aktivitäten werden in der Fortbildung erarbeitet.

Mit Unterstützung des Dozententeams sammelt der Kursteilnehmer in der Behandlung stationärer Patienten eigene Erfahrungen.

Durch die Reform im Gesundheitswesen mit immer kürzeren Aufenthalten im Krankenhaus und der Rehabilitation wird das Erarbeiten der funktionellen Ziele in der ambulanten Physiotherapie wichtiger denn je.

Bei einer Querschnittlähmung können Sekundärfolgen so wie Komplikationen auftreten, die Gesichtspunkte für die Physiotherapie sind: eine typische Ursache für das Auftreten von Decubital ulzera kann eine schlechte Sitzposition im Rollstuhl sein. Die Physiotherapie hat die Aufgabe optimale physische Voraussetzungen zu schaffen und die erforderlichen Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl, Spezialsitzkissen) individuell anzupassen. Bei auftretender Spastik sind neben ärztlicher Abklärung und Medikamenteneinstellung physiotherapeutische Maßnahmen anzuwenden.

Die Dozenten sind Physiotherapeuten des des Querschnittgelähmtenzentrum Hamburg, die langfristig Querschnittgelähmte von der Akutphase bis zur ambulanten und häuslichen Physiotherapie behandeln und in dieser Fortbildung ihren sehr hohen Erfahrungsschatz an die Kursteilnehmer weitergeben.

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