Kursübersicht
Rückenschmerzen - Best Practise

Rückenschmerzen - Best Practise

Ein Grossteil der physiotherapeutischen Weiterbildungen orientiert sich an einem zu Grunde liegenden Konzept wie die Manualtherapie nach Maitland, Triggerpunkt-Therapie, Faszientechniken oder auch das Bobath-Konzept. Der typische Patient im physiotherapeutischen Alltag mit oftmals unspezifischen und globalen Problemen wie Nackenschmerzen oder Schulterdysfunktionen erfordert ein breiteres Management. Therapeutische Massnahmen sowie Weiterbildungen sollten nicht nur einer spezifischen Methode folgen, sondern auf die klinische Fragestellung des Patienten ausgerichtet sein. Notwendig hierfür ist die Kenntnis der aktuellen Evidenz: Was ist über das Problem bekannt?

Leider steht ein Grossteil der Physiotherapeuten der wissenschaftlichen Evidenz und Themengebiete noch immer ablehnend gegenüber. Die Präsentation von wissenschaftlich gesicherten therapeutischen Ansätzen muss über das Lesen von Artikeln und Zahlen hinausgehen, die klinische Anwendbarkeit sollte im Vordergrund stehen. Was kann ein Physiotherapeut aus einer Guideline oder dem Ergebnis eines RCT schlussfolgern für sein tägliches Handeln? Der Begriff des „Best Practise“ fasst diese Prämisse treffend zusammen.

In Best Practise-Kursen wird das für einen Themengebiet jeweils aktuellste und beste Wissen vermittelt. Beispiel Nackenschmerzen: Was wissen wir über die Häufigkeit, die Kosten sowie die gängigsten Diagnosen? Was sind die besten Tests und Behandlungsansätze? Wie lassen sich Patienten subgruppieren?

Die Kurse sind jeweils 2 tägig. Im Moment zur Auswahl stehen schon folgende Themengebiete:

  • HWS– die besten Teste und Behandlungen
  • Rückenschmerzen / Becken / Hüfte – Subgruppierung, Teste und Behandlungen

 

Die Kurse werden in der Leitung von Prof. PD Hannu Luomajoki, PT OMT und Fabian Pfeiffer, PT, MSc organisiert und angeboten. Die Lehrer haben eine ausgeprägte praktische Erfahrung im Gebiet und einen starken wissenschaftliche Hintergrund.

 

Kurs: HWS – die besten Teste und Behandlungen

Einleitung
Patienten mit Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) sind physiotherapeutische Alltag. Je nach Behandlungsansatz gibt es zahlreiche Untersuchungsmethoden, Tests und Behandlungen zur Betreuung dieser Patienten. Schnell kann man hier den Überblick verlieren: Was ist nun wirklich evidenzbasiert? Was lässt sich im klinischen Alltag schnell und einfach einsetzen?
In diesem Kurs sollen methodenübergreifend die besten und einfachsten Teste für die Muskulatur, Stabilität, Bewegungskontrolle und neuralen Strukturen der Halswirbelsäule vorgestellt und praktisch umgesetzt werden. Ebenso werden die einfachsten und effektivsten Behandlungstechniken und Methoden vorgestellt.
Der Kurs ist für alle klinisch tätigen PhysiotherapeutInnen (keine Vorerfahrung notwendig) geeignet. Zielgruppe sind PhysiotherapeutenInnen mit dem Wunsch nach einem strukturellen Vorgehen im Management von Patienten mit Nackenschmerzen.  um eine klare Übersicht zu erhalten und um den Wald vor lauter Bäume nicht zu verlieren.

Kompetenzen
Die TeilnehmerInnen sind in der Lage Patienten mit HWS-Beschwerden aufgrund Ihrer Beschwerden zu kategorisieren und so Ihr Beschwerdebild ein zuordnen. Sie können zwischen muskulären, artikulären und neuralen Beteiligungen differenzieren und deren Beitrag zum Schmerzerleben evaluieren. Sie betten das klinische Verhalten der Symptome in Ihr Clinical Reasoning ein und entscheiden sich im individuellen Fall für die wichtigsten manuellen Tests der verschiedenen Strukturen. Spezifische Behandlungstechniken werden gezielt eingesetzt. Sie setzen sich mit den zu Grunde liegenden Mechanismen der Beschwerden auseinander, erkennen Vorsichtssituationen und sind motiviert Ihre Kompetenzen betreffend Untersuchung und Behandlung der Patienten mit HWS Beschwerden weiter zu entwickeln.

Ziele
• Erkennen unterschiedlicher Mechanismen von HWS-Beschwerden
• Beherrschen von einfachen und zuverlässigen Untersuchungs- und Behandlungstechniken
• Verstehen der Zusammenhänge von Neuralen – muskulären – artikulären Mechanismen

Lernzielkontrollen
• Reflektive Übungen: persönlich definierte Lernziele, Peerfeedback und Feedback durch Dozenten während des praktischen Übens
• Selbstkontrolle der Lernziele anhand eines Fallbeispiels
• Während dem Kurs wird regelmässig eine Repetition des Gelernten mit anschliessender kurzer Selbstreflexion durchgeführt

Inhalte
• Grobe Einteilung der Patientensubgruppen
• Typische Symptome und Zeichen der Patienten mit muskulären, artikulären, diskogenen, radikulären und Stabilitätsproblemen
• Unterscheidung: CRS, neurodynamische Beteiligung und Thoracic Outlet Syndrome (TOS)
• Testen der Beweglichkeit und Provokationsteste (segmental)
• Behandlungstechniken unterschiedlichster Strukturen
• Typische Patientenbeispiele

 

Kurs: Rückenschmerzen - Subgruppierung, Tests und Behandlungen

Einleitung
Non-spezifischer Rückenschmerz (NSLBP) ist ein massives Problem im Gesundheitssystem und wir sind in der Physiotherapie täglich mit dieser Diagnose konfrontiert.
Obwohl non-spezifisch genannt, können klare Subgruppen erkannt werden. Therapieresultate sind nach Evidenz signifikant besser, wenn die Patienten "subgruppengerecht" behandelt werden.
Was sind die Subgruppen? Wie erkenne ich, zu welcher Gruppe der Patient gehört? Sie lernen, wie die Patienten entsprechend behandelt werden können.

Ziele
Die Teilnehmer können
• die Richtlinien der Rückenschmerzen benennen.
• konkrete, einfache, valide und zuverlässige Tests durchführen.
• die Klassifikation der Rückenschmerzen feststellen.
• nach Subgruppen behandeln

Inhalte
• Aktuelle Evidenz der Rückenschmerzen und Subgruppierung
• Wichtigste klinische Muster
• Die besten und einfachsten Tests
• Behandlungsmassnahmen

 

Fabian Pfeiffer ist dipl. Physiotherapeut seit 2010. Es folgten die Ausbildung zum Manualtherapeut sowie Weiterbildungen im Gebiet der Sportphysiotherapie und Neurodynamik. Im Jahr 2014 absolvierte er ein CAS der klinischen Expertise in der muskuloskelettalen Physiotherapie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Seit 2017 hat Fabian Pfeiffer den Master of Science Abschluss. Er arbeitet in der Praxis von Hannu Luomajoki.

Prof. Dr. Hannu Luomajoki

Er ist Dozent und Leiter am Weiterbildungs-Institut für Physiotherapie Departement Gesundheit Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Hannu Luomajoki hat eine Dissertation über Rückenschmerzen und Subgruppierung geschrieben, diese ist als Buch erschienen.

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