Kursübersicht
Sportphysiotherapie ESP - Update

ESP Frozen Shoulder

Bereits 1872 beschrieb Duplay die schmerzhafte und eingeschränkte Schulter. Seitdem hat sich unser Wissen um Diagnostik und Therapie immer weiter verbessert. In diesem Kurs wird der Einfluss von Entzündung, (Myo-)fibroblasten und Low Grade Inflammation als Erklärungsmodell der Ätiologie besprochen. Es wird aufgrund von aktuellen Forschungsresultaten die allgemeine Auffassung, das Frozen Shoulder von selber ausheilt, widerlegt. Klinische Phasen der Frozen Shoulder und die daran gekoppelten Interventionen werden besprochen. Dabei wird mit zwei aktuellen Leitlinien gearbeitet. Medizinische Möglichkeiten wie Kortisoninjektionen und Arthroskopischer Kapselrelease gehören genauso mit dazu.

Ziele:

  • Der Physiotherapeut aktualisiert sein Wissen auf dem Gebiet von Ätiologie, Prognose und medizinischen Möglichkeiten.
  • Der Physiotherapeut kann aktive und passive Bewegungsausmasse standardisiert messen mithilfe von Gonio- und digitalem Inklinometer.
  • Der Physiotherapeut kann Fragebögen wie den Shoulder Pain and Disability Index einsetzen.
  • Der Physiotherapeut kann Unterschiede machen zwischen intrinsischer, extrinsischer, primärer und sekundärer Frozen Shoulder.
  • Der Physiotherapeut kann Techniken aus der manuellen Therapie und myofasziale Release auswählen und anwenden abhängig von der Aktualität der Beschwerden.

Inhalte:

  • Update Ätiologie und Prognose.
  • Red Flags und Differentialdiagnostik.
  • Phasen der Frozen Shoulder und “level of irritability” aufgrund von internationalen Leitlinien.
  • Assessment: AROM und PROM, Fragebögen.
  • Mobilisationstechniken mit TERT (total end range time) unter Einbezug des ESP-Rehakreises Mobilität.
  • Myofasziale Releasetechniken.
  • Übungs- und Trainingstherapie unter Einbezug der ESP-Rehakreise Koordination und Kraft.

Methoden/Arbeitsweise:

  • Der Kurs besteht aus jeweils täglich 3.5 Stunden à 60 Minuten Theorie in Form von Inputreferaten, gefolgt durch 3.5 Stunden praktische Anwendungen in Kleingruppen.
  • Die Theorie bereitet die Grundlage zur praktischen Umsetzung vor. In der Praxis werden diverse Skills und Rehabilitationsmethoden geübt und vertieft. Es werden diverse Aufgaben zur Vertiefung und Verständniskontrolle den Teilnehmern abgegeben.


ESP Scapula Dysfunktion bei Sportlern

Während in Unterrichtsbüchern meistens extreme Formen von Skapula Dysfunktion besprochen werden (wie zum Beispiel nach n. thoracicus longus Ausfall) sieht der Physiotherapeut im Praxisalltag viel häufiger diffuse Auffälligkeiten im skapulothorakalen Rhythmus die alles andere als einfach zu interpretieren sind. Dabei sind bis heute einfache Fragen wie entstehen Schulterbeschwerden durch Skapula Dysfunktion oder entstehen Skapula Dysfunktionen durch Schulterbeschwerden nicht abschliessend geklärt. Der Kurs geht auf diese Fragen ein, gibt Hilfestellung mittels Scapula Dyskinesis Test, Symptommodifikation als Strategie und Interventionen aus dem Bereich myofaszialer Release und Trainingstherapie werden kombiniert angeboten.

Ziele:

  • Der Physiotherapeut lernt die verschiedenen Arten der Skapula Dysfunktion kennen.
  • Der Physiotherapeut kann den Skapula Dysfunktionstest in Kombination mit Symptomodifikation anwenden.
  • Der Physiotherapeut kann einschätzen ob es sich eher um ein Problem im Sinne von “soft tissue flexiblity” oder “muscle performance” handelt.
  • Der Physiotherapeut kann gezielt Weichteiltechniken auswählen und anwenden.
  • Der Physiotherapeut kann gezielt Übungen auswählen und Intensität und Frequenz bestimmen.

Inhalte:

  • Bedeutung der Skapula bei Alltags- und Sportaktivitäten.
  • Prävalenz von Skapula Dysfunktion (auch bei gesunden Personen).
  • Red Flags wie Parsonage-Turner Syndrom.
  • Skapula Dysfunktionen nach Kibler.
  • Skapula Dysfunktionstest.
  • Flowchart von Cools bezüglich “soft tissue flexibility” und “muscle performance”.
  • Weichteiltechniken.
  • Übungs- und Trainingstherapie unter Einbezug der ESP-Rehakreise Koordination und Kraft.

Methoden/Arbeitsweise:

  • Der Kurs besteht aus jeweils täglich 3.5 Stunden à 60 Minuten Theorie in Form von Inputreferaten, gefolgt durch 3.5 Stunden praktische Anwendungen in Kleingruppen.
  • Die Theorie bereitet die Grundlage zur praktischen Umsetzung vor. In der Praxis werden diverse Skills und Rehabilitationsmethoden geübt und vertieft. Es werden diverse Aufgaben zur Vertiefung und Verständniskontrolle den Teilnehmern abgegeben.

 

ESP Update “Lower Extremity Overuse Injuries”

Dieser Kurs richtet sich an alle Physiotherapeuten die regelmässig Hobby- und leistungsorientierte Sportler behandeln. Es werden Überbelastungsprobleme der unteren Extremität besprochen mit dem Hauptaugenmerk auf „patellofemoraler Schmerz“, „Hüfte/Leiste“ und Tendinopathien der Patellar- und Achillessehne.

  • Früher gingen wir davon aus dass patellofemoraler Schmerz (PFS) vor allem bei jungen sportlich aktiven Mädchen auftritt von selber wieder vorübergeht. Mittlerweile wissen wir dass PFS auch bei jungen und älteren Erwachsenen vorkommt und nicht selbständig ausheilt. Frühe Erkennung der Problematik und Ausschluss von anderen spezifischen Knieerkrankungen ist die Basis für eine effektive Rehabilitation. Therapeutisch hat sich in den letzten Jahren viel getan in Bezug auf Erkennen von artrogenen und myofaszialen Bewegungseinschränkungen, Koordinations- und Kraftdefizite in der Hüfte, wodurch das einfache Training des m. vastus medialis ziemlich in den Hintergrund gerückt ist. Der Kurs zeigt Ansätze eines multimodalen Rehaprogrammes auf bei den Weichteiltechnieken, Training aber auch Empfehlungen für Gangbild und Laufmuster besprochen werden.
  • Leistenbeschwerden bei Sportlern gehören zu den häufigsten muskuloskeletalen Beschwerden an der unteren Extremität und sind verantwortlich für 4-19% von allen Verletzungen bei Fussballspielern. In den letzten Jahren hat sich sehr viel auf dem Gebiet der Differentialdiagnostik, bildgebender und klinischer Diagnostiek und Therapie getan (Doha- und Warwick Statement). Der Kurs richtet sich an Physiotherapeuten, die regelmässig Sportler mit Leistenbeschwerden behandeln. Es wird sowohl theoretisch als auch praktisch die Differentialdiagnostik vermittelt (z.B. hüftbedingte vs. adduktorenbedingte Leistenbeschwerden), ergänzende klinische Tests und gezielte passive und aktive physiotherapeutisch Massnahmen.
  • Tendinopathien wurden bis in die 90er Jahre primär aus dem „Entzündungsparadigma“ heraus behandelt. Dementsprechend standen entzündungshemmende Massnahmen auf dem Programm, seit Mitte der 80er Jahre kam das Degenerationsparadigma der „Tendinose“ auf. Primäre Massnahmen waren exzentrische Training. Durch aktuelle Einsichten in den letzten 10 Jahren hat sich das Management von vor allem chronischen Tendinopathien weiter differenziert.

Ziele:

  • PFS
    • Der Physiotherapeut lernt die verschiedenen Arten des PFS kennen.
    • Der Physiotherapeut kann typische Beschwerdebilder wie m. Sinding-Larsson und Jumpers Knee differenzieren von PFS.
    • Der Physiotherapeut kann die kinetische Kette auf Mobilitäts-, Koordinations- und Kraftdefizite hin evaluieren und therapeutische Massnahmen ableiten.
    • Gang- und Laufanalyse.
    • Aufbau Hüfttraining.
  • Hüfte/Leiste
    • Der Physiotherapeut lernt die verschiedenen Arten von Leistenbeschwerden kennen.
    • Der Physiotherapeut kann typische Beschwerdebilder differenzieren (adduktorenbedingte Leistenbeschwerden, CAM/Pincer, konservativ/operativ).
    • Der Physiotherapeut kann die kinetische Kette auf Mobilitäts-, Koordinations- und Kraftdefizite hin evaluieren und therapeutische Massnahmen ableiten.
    • Gang- und Laufanalyse.
    • Aufbau Hüfttraining.
  • Tendinopathien
    • Der Physiotherapeut lernt Screening von anderen Erkrankungen (z.B. m. Osgood-Schlatter und m. Sever).
    • Der Physiotherapeut kann Stadium der Tendinopathie diagnostizieren (Anamnese und körperliche Untersuchung).
    • Der Physiotherapeut kann aus unterschiedlichen Rehamethoden auswählen (eccentric training vs. Heavy slow resistance) und dies auch praktisch umsetzen.
    • Aufbau Reha bis Return to Sports.

Inhalte:

  • PFS
    • Prävalenz von PFS bei Jugendlichen, jungen und älteren Erwachsenen.
    • Ätiologie: Knorpel, biomechanische und biochemische Erklärungsmodelle werden besprochen.
    • Belastung des patellofemoralen Gelenks bei Alltags- und Sportaktivitäten.
    • Red Flags und spezifische Knieerkrankungen.
    • Evaluation der kinetischen Kette auf Mobilitäts-, Koordinations- und Kraftdefizite.
    • Weichteiltechniken.
    • Übungs- und Trainingstherapie unter Einbezug der ESP-Rehakreise Koordination und Kraft.
  • Hüfte/Leiste
    • Anatomie, Sport und Biomechanica, Sequenzierung, Geschwindigkeit.
    • Assessment Mobilität und Koordination kinetische Kette.
    • spezifische Tests.
    • passive Behandlungstechniken (ESP-Rehakreis Mobilität).
    • aktive Übungen unter Berücksichtigung von Prinzipien des motorischen Lernens (ESP-Rehakreise Koordination und Kraft)
    • Aufbau Reha konservativ/post-operativ.
  • Tendinopathien:
    • Differentialdiagnostik Patellasehne und Achillessehne.
    • Stadien der akuten und chronischen Tendinopathie.
    • Assessment.
    • Passive behandlungstechniken
    • Aufbau Übungen (ESP-Rehakreise Koordination und Kraft).

Methoden/Arbeitsweise:

  • Der Kurs besteht aus jeweils täglich 3.5 Stunden à 60 Minuten Theorie in Form von Inputreferaten, gefolgt durch 3.5 Stunden praktische Anwendungen in Kleingruppen.
  • Die Theorie bereitet die Grundlage zur praktischen Umsetzung vor. In der Praxis werden diverse Skills und Rehabilitationsmethoden geübt und vertieft. Es werden diverse Aufgaben zur Vertiefung und Verständniskontrolle den Teilnehmern abgegeben.

Kursinhalte von Dr. Igor Tak werden in englischer Sprache gegeben. Martin Ophey wird bei eventuellen Verständnisschwierigkeiten einspringen. Kursinhalte von Martin Ophey werden in deutscher Sprache gegeben.

 

Angaben zur Lehrperson

Martin Ophey hat seinen Bachelor Physiotherapie und Masterstudiengang in Nimwegen (NL) gemacht. Seit 2003 ist er als Dozent für das ESP Education Network tätig mit unter anderem den Themen Evidence Based Practice, Schulter- und Wirbelsäulenreha. Als Physiotherapeut arbeitet er in Nimwegen in einer Privatpraxis und sieht dort sowohl ADL Patienten als auch viele Hobby- und Leistungssportler. Er ist Mitherausgeber des Thieme Fachbuches "Sportphysiotherapie" das 2011 erschien. Ausserdem ist er seit 2013 Mitherausgeber der Thieme-Zeitschrift "Sportphysio". Zur Zeit macht er seinen wissenschaftliche Dissertation zum Thema “Patellofemoraler Schmerz”.

Dr. Igor Tak ist Physiotherapeut und hat seine Dissertation zum Thema “Hüfte/Leiste” gemacht. Neben seiner wissenschaftlichen Karriere hat er sehr viel klinische Erfahrung im Umgang mit Sportlern und die multidisziplinäre Betreuung. Er hat seine Rehabilitationspraxis in Utrecht, NL.

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